Heizlastberechnung starten
Normkonforme Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 — direkt im Browser.
Heizlastberechnung startenUmwälzpumpe: Funktion, Auslegung nach DIN EN 1151, Energieeffizienz-Index (EEI), ErP-Richtlinie 2013/622 und Austausch alter Pumpen.
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Heizlastberechnung startenEine Umwälzpumpe (Heizkreispumpe) ist eine Kreiselpumpe, die das Heizwasser im Heizkreislauf zwischen Wärmeerzeuger (Kessel, Wärmepumpe) und Wärmeabgabe (Heizkörper, Fußbodenheizung) umwälzt. Sie überwindet den hydraulischen Widerstand des Rohrnetzes und sorgt für gleichmäßige Wärmeverteilung.
In Deutschland sind in ca. 20 Millionen Wohngebäuden Umwälzpumpen verbaut — viele davon alte, ineffiziente Modelle mit deutlichem Einsparpotenzial.
Die Pumpe erzeugt eine Druckdifferenz (Förderhöhe), die den Volumenstrom durch das Rohrnetz treibt:
P = (V̇ × Δp) / η_P
Wobei:
Die korrekte Auslegung erfordert:
| Spreizung (ΔT) | Volumenstrom für 10 kW Heizlast |
|---|---|
| 5 K | 1.720 L/h = 1,72 m³/h |
| 8 K | 1.075 L/h = 1,08 m³/h |
| 10 K | 860 L/h = 0,86 m³/h |
| 12 K | 716 L/h = 0,72 m³/h |
Größere Spreizung → kleinerer Volumenstrom → kleinere Pumpe → niedrigerer Energieverbrauch.
Seit August 2015 schreibt die EU-Verordnung 622/2012/EU (ErP-Richtlinie) vor, dass in neuen Heizungsanlagen nur noch Hocheffizienzpumpen mit EEI ≤ 0,23 eingebaut werden dürfen. Seit 2020 gilt EEI ≤ 0,20.
| Pumpentyp | EEI | Leistungsaufnahme | Stromkosten/Jahr |
|---|---|---|---|
| Alte Festdrehzahl-Pumpe | 0,5–1,0 | 50–120 W | 130–310 € |
| Neue Hocheffizienzpumpe | ≤ 0,20 | 3–25 W | 8–65 € |
| Einsparung | — | 70–95 % | 100–250 €/Jahr |
Ein Austausch einer alten Pumpe (120 W) durch eine Hocheffizienzpumpe (8 W) spart über 200 € Stromkosten jährlich — bei Kosten von ca. 100–200 € für eine neue Pumpe.
Moderne Hocheffizienzpumpen sind mit druckdifferenzgeregelten oder temperaturgeregelten Steuerungen ausgestattet:
| Regelungsart | Beschreibung | Energiesparpotenzial |
|---|---|---|
| Konstantdruck | Förderhöhe konstant, Volumenstrom variabel | Mittel |
| Proportionaldruck | Förderhöhe sinkt mit sinkendem V̇ | Gut |
| Δp-Null | Nur so viel Druck wie nötig | Sehr gut |
| Temperaturgeregelt | Pumpe folgt Heizlast | Optimal |
Für den hydraulischen Abgleich nach GEG §60c muss die Pumpe nach dem Abgleich auf die berechnete Förderhöhe eingestellt werden.
Eine gesetzliche Austauchpflicht gibt es nicht. Bei GEG §60b-Heizungsprüfung (Pflicht ab 2027 für Bestandsheizungen) wird der Pumpenzustand jedoch geprüft. Bei Heizungstausch sollte die Pumpe immer mit getauscht werden.
Alte Pumpen haben eine Leistungsaufnahme von 50–120 W und oft keine Drehzahlregelung. Sie laufen auf einer Feststufe und summen lauter. Hocheffizienzpumpen verbrauchen nur 3–25 W und sind deutlich leiser.
Hydraulische Arbeiten sollte ein Heizungsfachbetrieb durchführen. Der Austausch der Pumpe selbst ist handwerklich relativ einfach, aber das Befüllen und Entlüften der Anlage erfordert Fachkenntnis.