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Heizlastberechnung starten
Normkonforme Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 — direkt im Browser.
Heizlastberechnung startenWärmedämmung: Dämmstoffe (EPS, Mineralwolle, PU), Wärmeleitfähigkeit λ, U-Wert-Berechnung und GEG-Mindestanforderungen nach §48.
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Heizlastberechnung startenWärmedämmung bezeichnet Maßnahmen und Materialien, die den Wärmestrom durch Bauteile (Wände, Dach, Boden) reduzieren. Durch Dämmung wird der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gesenkt, was den Heizenergiebedarf und damit die CO₂-Emissionen eines Gebäudes verringert.
Die Anforderungen an Wärmedämmmaßnahmen im Bestand regeln das GEG und die DIN 4108 (Wärmeschutz im Hochbau).
Die Wärmeleitfähigkeit λ (Lambda) ist das wichtigste Kennmaß eines Dämmstoffs — je kleiner, desto besser der Dämmwert:
| Dämmstoff | λ (W/mK) | Typ | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| EPS (Styropor) | 0,031–0,040 | Synthetisch | Günstig, druckfest, WDVS |
| Mineralwolle (Glas/Stein) | 0,032–0,045 | Mineralisch | Schallschutz, nicht brennbar |
| Polyurethan (PU) | 0,022–0,028 | Synthetisch | Bestes λ, dünn |
| Holzfaser | 0,038–0,050 | Natürlich | Sommerlicher Wärmeschutz |
| Zellulose | 0,038–0,045 | Natürlich | Einblasen, diffusionsoffen |
| Schafwolle | 0,035–0,045 | Natürlich | Feuchteregulierend |
| Vakuumdämmplatten (VIP) | 0,005–0,008 | Technisch | Sehr dünn, teuer |
| Aerogel | 0,015–0,018 | Technisch | Sehr dünn, Denkmalschutz |
Mit dem U-Wert-Rechner (Formel: U = 1/R_T) kann der Einfluss verschiedener Dämmdicken berechnet werden:
| Bauteil | Zustand | U-Wert (W/m²K) |
|---|---|---|
| Außenwand Altbau (ungedämmt) | Vollziegel 36 cm | 1,2–1,8 |
| Außenwand + 10 cm EPS | WDVS | 0,25–0,30 |
| Außenwand + 16 cm Mineralwolle | WDVS | 0,18–0,22 |
| Außenwand + 20 cm EPS | WDVS | 0,16–0,18 |
| Flachdach ungedämmt | Beton 20 cm | 2,5–3,0 |
| Flachdach + 18 cm PU | Aufdachdämmung | 0,14–0,16 |
| Kellerdecke ungedämmt | 20 cm Beton | 3,0–4,0 |
| Kellerdecke + 10 cm Mineralwolle | Unterseitig | 0,30–0,35 |
Das GEG §48 schreibt für bestimmte Bauteile Mindest-U-Werte bei Sanierung vor:
| Bauteil | GEG-Grenzwert (W/m²K) |
|---|---|
| Außenwand (Erneuerung > 10 % Fläche) | ≤ 0,24 |
| Dach / oberste Geschossdecke | ≤ 0,24 |
| Kellerdecke (begehbar) | ≤ 0,30 |
| Fenster (Austausch) | ≤ 1,30 |
| Außentüren | ≤ 1,80 |
Hinweis: Diese Anforderungen gelten nur, wenn das Bauteil ohnehin saniert wird (Sanierungsfall). Bei unverändertem Bestand keine Pflicht.
Die Wirtschaftlichkeit hängt von:
Faustregel: Dach- und Kellerdeckendämmung amortisiert sich meist in 5–12 Jahren, Außenwand-WDVS in 15–25 Jahren.
Wärmedämmmaßnahmen als Einzelmaßnahmen werden über BEG EM (BAFA-Zuschuss) gefördert:
| Maßnahme | Förderquote |
|---|---|
| Dämmung Außenwand | 15 % |
| Dämmung Dach/Decke | 15 % |
| Dämmung Kellerdecke | 15 % |
| Fenster/Türen | 15 % |
| Mit iSFP (Sanierungsfahrplan) | + 5 % Bonus |
| Maximalförderung | 20 % |
Nach GEG-Mindestanforderung: 10–14 cm EPS (U ≤ 0,24 W/m²K). Für optimale Wirtschaftlichkeit: 16–20 cm (U ≤ 0,18 W/m²K). Für Passivhaus: 20–30 cm (U ≤ 0,12 W/m²K).
Ja. Eine Verbesserung des U-Werts von 1,5 auf 0,25 W/m²K an der Außenwand spart bei 200 m² Wandfläche ca. 2.500 kWh/Jahr — bei 12 Ct/kWh Gaskosten sind das 300 €/Jahr.
Nein — GEG-Sanierungspflichten (§48) greifen nur bei tatsächlicher Bauteilsanierung. Ein Heizungstausch allein löst keine Dämmpflicht aus.