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Elektroberechnung starten
Elektroplanung nach DIN 18015-1 — Leistung, Kabel, Absicherung.
Elektroberechnung startenWallbox für Elektroautos: AC vs. DC Laden, Ladeleistungen (11 kW, 22 kW), GEIG 2026 Pflicht, Förderung und Planung nach DIN VDE 0100-722.
Elektroplanung nach DIN 18015-1 — Leistung, Kabel, Absicherung.
Elektroberechnung startenEine Wallbox (auch: Ladestation, EVSE — Electric Vehicle Supply Equipment) ist eine wandmontierte Ladeeinrichtung für Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge. Sie stellt eine gesicherte Wechselstrom (AC)-Verbindung zwischen dem Hausnetz und dem Fahrzeug-Bordladegerät bereit und ist deutlich sicherer und leistungsfähiger als eine normale Haushaltssteckdose.
Elektrische Anforderungen regelt DIN VDE 0100-722 (Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge).
| Ladeart | Standard | Ladeleistung | Ladezeit (60 kWh) |
|---|---|---|---|
| Mode 2 | Haushaltssteckdose (CEE) | 2,3 kW (1-ph.) | 26 Stunden |
| Mode 3 (1-ph.) | Wallbox AC | 7,4 kW | 8 Stunden |
| Mode 3 (3-ph.) | Wallbox AC | 11 kW | 5,5 Stunden |
| Mode 3 (3-ph.) | Wallbox AC | 22 kW | 2,7 Stunden |
| Mode 4 | DC-Schnelllader (Ladesäule) | 50–350 kW | 20–60 Min. |
Praxisempfehlung: Für Einfamilienhäuser ist eine 11-kW-Wallbox (3-phasig, 16 A) der Standard. Eine 22-kW-Wallbox erfordert eine Netzanfrage beim Netzbetreiber.
Das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) schreibt vor:
| Gebäudetyp | Pflicht |
|---|---|
| Neubau Wohngebäude > 5 Stellplätze | Leerrohre für alle Stellplätze |
| Neubau Nichtwohngebäude > 10 Stellplätze | Vorinstallation + Leerrohre |
| Größere Sanierung Wohngebäude > 10 Stellplätze | Leerrohre für 1/3 der Stellplätze |
| Einzelhaus mit Garage (Neubau) | Leerrohr-Pflicht ab 2026 |
Ab 2026: Neubauten mit eigenem Stellplatz müssen ab Baubeginn eine Ladeinfrastruktur-Vorbereitung (Leerrohr, ggf. Zählerplatz) einplanen.
Für den Wallbox-Einbau sind folgende elektrische Maßnahmen notwendig:
| Maßnahme | Anforderung |
|---|---|
| Eigener Stromkreis | Dedizierte Absicherung (min. B16A für 11 kW) |
| Fehlerstromschutz | RCD Typ B (erkennt Gleichfehlerströme) |
| Netzanfrage Netzbetreiber | Ab 11 kW erforderlich (§19 NAV) |
| Zähler | Smart-Meter ab 4.200 kWh/Jahr Pflicht |
| Kabelquerschnitt | 2,5 mm² (11 kW), 4–6 mm² (22 kW) |
Wallboxen mit dynamischem Lastmanagement können den Ladevorgang an die PV-Erzeugung koppeln:
| Ladestrategie | Eigenverbrauchsquote PV |
|---|---|
| Sofortladen (ohne PV-Optimierung) | 15–25 % |
| PV-optimiertes Laden | 60–80 % |
| V2H bidirektional | 70–90 % |
| Förderung | Beschreibung |
|---|---|
| KfW 441 | Ladestationen für Elektroautos (Wohngebäude) — aktuell nicht aktiv |
| Regionale Förderung | Einige Bundesländer und Kommunen fördern Wallbox + PV |
| Stromsteuer-Befreiung | Selbst erzeugter PV-Strom zum Laden steuerfrei |
In den meisten Bundesländern nein, wenn die Wallbox an der eigenen Garage oder Hauswand installiert wird. Bei Mehrfamilienhäusern gelten WEG-Regelungen — seit 2020 haben Eigentümer ein Recht auf Wallbox-Installation.
Nein — Elektroarbeiten müssen von einem eingetragenen Elektrofachbetrieb ausgeführt werden. Die Anmeldung beim Netzbetreiber ist ebenfalls Pflicht.
Gerätekosten: 300–1.200 € (je nach Leistung und Funktionsumfang). Installationskosten: 300–800 € (je nach Kabelweg). Gesamtkosten: 600–2.000 €.